Massivholzbau

In einem Holzhaus zu wohnen, das ist aktiver Klimaschutz. Holz ist der wichtigste nachwachsende heimische Rohstoff. Besonders im Massivholzbau bringt der Baustoff viele Vorteile - für die Wohngesundheit, die Energie- effizienz sowie für die Ökologie und Kreislaufwirtschaft.

Der Baustoff Holz ist ein nachwachsender Rohstoff, der CO2 aus der Atmosphäre einlagert. Für die Produktion und Verarbeitung von Holzbaustoffen wird deutlich weniger Energie benötigt als beispielsweise bei der Herstellung von Beton oder Ziegeln, und es fallen keine Nebenprodukte oder gar Abfälle an. Auch in anderen, baulich relevanten Eigenschaften, wie Wärmedämmung, Erdbebensicherheit, Brand- und Lärmschutz, ist das traditionelle Holz den vermeintlich modernen Baumaterialien überlegen.

Die bayerischen Wälder bedecken etwa 35 % der Gesamtfläche des Freistaates. In Oberfranken sind es sogar 40 %. Heimische Hölzer wie die Fichte sind als Bau- und Konstruktionsholz im Hoch- und Tiefbau besonders gut geeignet. Der Landkreis Kulmbach gehört zu den bayerischen Regionen, in denen die Holzwirtschaft eine lange Tradition und nach wie vor große wirtschaftliche Bedeutung hat. In Bayern bietet die  Forst- und Holzbranche über 200.000 Arbeitsplätze. Der Regierungsbezirk Oberfranken liegt hier über dem bayerischen Durchschnitt. Damit ist Holz der Rohstoff der kurzen Wege. Und dabei ist sogar die Holzentnahme gut fürs Klima: Alte Bäume speichern weniger CO2 als jüngere, deren Nachwachsen durch die Ernte älterer Bäume begünstigt wird.

Einfamilienhäuser können in Blockbauweise, wie bei einer typischen Berghütte, oder im Skelettbau, wie bei traditionellen Fachwerkhäusern, errichtet werden. Moderner sind Holzrahmen-bau oder Massivholzbau. Beim Massivholzbau werden Holzbauelemente als massives, mehrlagiges Brettschichtholz

gefertigt und als Wand-, Dach- und Deckenelemente verwendet. Die einzelnen Brettlagen können miteinander verleimt oder mit Holzdübeln oder Drahtstiften verbunden sein. Besonders nachhaltig und ideal für die Wohngesundheit sind Holzelemente, die metallfrei und leimfrei durch Holzdübel verbunden werden.

Qualität und Nachhaltigkeit

Die Basis für hochwertiges Holz bildet das Gesamtökosystem Wald, das bei der Holzernte nicht zerstört, sondern nachhaltig bewirtschaftet wird. Wer sich für ein Holzhaus entscheidet, sollte daher generell auf die Verwendung von Holz aus nachhaltiger, zertifizierter Forstwirtschaft achten.

Besondere Vorteile bietet Holz, das zu einem bestimmten Zeitpunkt geerntet wird, nämlich während der Saftruhe der Bäume – sogenanntes Mondholz. Dieses Holz ist dichter, bietet Schädlingen und Pilzen wesentlich weniger Nahrung und ist daher auf natürliche Weise dauerhafter als konventionell geerntetes Holz. Auf chemische Holzschutzmittel kann dann verzichtet werden. Das Ergebnis ist ein deutlich gesünderes Wohnumfeld.

Holzbauten können mehrere Jahrhunderte überdauern, historische Fachwerkhäuser, Dachstühle oder Bauernhöfe beweisen das. Nach dieser langen Lebensdauer kann das Material beim Rückbau als Brennstoff verwertet werden und setzt nur so viel CO2 frei, wie zuvor gebunden war. Holzhäuser können

zudem rückstandsfrei recycelt werden. So ist es sogar möglich, aus den Baustoffen eines alten Hauses nach Jahrhunderten wieder ein neues Haus zu bauen. Alte Bausubstanz wird so vom bisherigen Sondermüll zur wertvollen Rohstoffquelle für die nächsten Generationen.

Wärmedämmung

Da Holzbauten häufig Dämmwerte erreichen, die über den vorgeschriebenen Werten liegen, ist der Energieverbrauch in einem Holzhaus besonders gering. Die Holzwand dient dabei als Langzeitspeicher für Temperatur und schafft ein ganzjährig ausgeglichenes Innenraumklima. Damit wird nur noch ein Minimum an Haustechnik benötigt, die mit Sonnenenergie betrieben werden kann. Das gilt für Einfamilienhäuser ebenso wie für größere Gebäude.

Der Baustoff Holz dämmt, speichert und puffert von Natur aus gut. Schichtholzelemente verstärken diesen Dämmeffekt, sodass das Haus im Winter warm und im Sommer angenehm kühl bleibt. Temperatur- und Feuchtigkeitsschwankungen werden ausgeglichen, die in den Hauswänden gespeicherte Wärme wird nur langsam an den Innenraum abgegeben. Das wird, gemeinsam mit angenehmen Oberflächentemperaturen der Holzwände, als besonders wohlig empfunden.

So bietet der Baustoff Holz eine natürlich regulierende Klimaanlage. Das wohlige Klima senkt die Betriebskosten und erspart Investitionen in aufwendige Klimatechnik. Das macht sogar Passivhäuser ohne Dämmung und komplizierte Haustechnik bis hin zu energieautarkem Wohnen möglich.

Ein gesundes Wohnumfeld

Verbreitete Wohngifte aus Möbeln oder Baumaterialien wie ausdampfende Kunststoffe, Folien, Lösungsmittel, Holzschutzmittel oder Kleber gelten heute vielfach als Ursache für Allergien und andere gesundheitliche Beschwerden. Holzhäuser haben dagegen durch ihr ausgeglichenes, reizarmes Raumklima einen positiven Einfluss auf die Gesundheit und begünstigen einen tiefen und gesunden Schlaf – egal ob die Holzelemente noch mit Lehm, Fliesen, Holz, Rigips oder Mörtelputz verkleidet werden oder ob die Bewohner die Holzwände „pur“ lassen. Wird reines, naturbelassenes Holz ohne giftige Bauchemikalien verwendet, dann ist die Gebäudehülle frei von schädlichen Ausgasungen.

Kurze Bauzeit

Durch einen hohen Vorfertigungsgrad von Wand- und Deckenelementen und die trockene Bauweise ergeben sich für ein Massivholzhaus sehr kurze Bauzeiten. Ein Ein- bis Zwei-familienhaus ist in der Regel nach nur einem Tag trocken und regendicht im Rohbau. Es gibt keine Baufeuchte, sodass sich auch ohne lange Trocknungszeiten keine Schimmelpilze bilden können. Das hilft, Kosten zu sparen, denn der Folgeaufwand auf der Baustelle wird dadurch minimiert und ein rascher Einzug ins neue Haus spart laufende Mietzahlungen und hohe Finanzierungskosten.

Informationen zum Thema Massivholzbau:
www.thoma.at

Thoma-Partnerbetrieb vor Ort:
Spindler GmbH, Stadtsteinach
www.holzhaus-100.de